Hongkong China sichert sich trotz Final-Niederlage in Sri Lanka den Aufstieg in die SVNS 3

Hongkong China bei den Männern und Japans Frauen haben ihre Titel in der Asia Rugby Emirates Sevens Series verteidigt. Nach einem packenden Finalwochenende in Colombo (Sri Lanka) stehen damit Asiens beste Sevens-Teams für 2026 fest.

Hongkong China führte zwar die Gesamtwertung an, reiste aber enttäuscht aus Sri Lanka ab. Im Final unterlag die Mannschaft den Japan Men mit 14:28. Die Japaner machten damit den Doppelsieg für das Land der aufgehenden Sonne perfekt.

Japans Frauen müssen im Final kämpfen

Dank ihres Status in der HSBC SVNS Series gingen die Sakura 7s als klare Favoritinnen ins Turnier. Den Titel mussten sie sich trotzdem hart erarbeiten, denn China forderte sie im Final bis zum Schluss. Die Chinesinnen verloren 7:14, hatten nach der Schlusssirene aber noch die Chance zum Ausgleich und verpassten sie knapp. Yue Sun erzielte alle sieben Punkte ihres Teams. Insgesamt zeigte China eine deutlich verbesserte Leistung.

Die SVNS-Klasse der Japanerinnen gab am Ende den Ausschlag. Captain Rinka Matsuda und S. Ohashi erzielten je einen Versuch und hielten China auf Distanz.

China belegte in der Gesamtwertung hinter Japan Rang zwei und qualifizierte sich damit für das Turnier HSBC SVNS 3 Ende November in Dubai. Die letzten Qualifikationsturniere für die HSBC SVNS Series 2027 beginnen in den kommenden Wochen.

«Wir sind wirklich glücklich, dass wir die Serie mit einem Titel beenden konnten», sagte Matsuda. «Schon im Trainingslager vor dem Turnier haben wir darauf geachtet, dass jede Spielerin ihre Stärken zeigt. Im Turnier konnten alle ihre Stärken ausspielen, und mit jedem Spiel wurde der Zusammenhalt des Teams besser, sodass wir als Mannschaft gewachsen sind.»

Sakura-7s-Cheftrainerin Yuka Kanematsu ergänzte: «Wir haben mit dem Aufbau des Teams für dieses Turnier nur vier Tage nach den Asienspielen begonnen. Wir sind mit 13 Spielerinnen aus unterschiedlichen Hintergründen angetreten, darunter fünf Debütantinnen. Für die Spielerinnen war vieles neu, doch sie zeigten vom ersten Spiel an ein hohes Mass an Konzentration und wuchsen mit jeder Partie zu einem fantastischen Team zusammen. Ich bin sehr stolz auf die Spielerinnen, die zu unseren drei Siegen in dieser Asien-Serie beigetragen haben.»

Bei den Frauen setzte sich Hongkong China im Spiel um Platz drei mit 14:5 gegen Kasachstan durch und holte Bronze. Die Kasachinnen standen erstmals seit mehreren Jahren wieder in einem Halbfinal.

Nakagawa führt Japans Männer zum Sieg

Bei den Männern ging es enger zu. Hongkong China sicherte sich die SVNS-3-Qualifikation dank früherer Resultate und der besseren Punktedifferenz in der Serie. Verdienter Turniersieger in Colombo war aber Japan.

Hongkong China hatte in den jüngsten Duellen der beiden Teams die Oberhand behalten. Im Final erzielte Yuma Nakagawa zwei Versuche und legte den Grundstein zum 28:14. Die Japaner überstanden Treffer von Max Denmark und Matt Worley. Denmark war der beste Versuchsschütze des Wochenendes.

«Dieser Turniersieg ist wertvoll, weil er die Anpassungsfähigkeit des Teams zeigt und den Erfolg dieses Programms, das jungen Spielern Chancen bietet», sagte Phil Greening, Cheftrainer der Japan Men’s Sevens. «Die Asienspiele endeten zwar enttäuschend, aber die Spieler haben aus dieser Erfahrung gelernt, sind zusammengestanden und haben weiter auf unsere Vorbereitung und unsere Coaching-Philosophie vertraut.

Sie haben als Einheit gekämpft, Können und Siegeswillen gezeigt, ein konstant hohes Niveau gehalten und Resultate geliefert, wenn sich Gelegenheiten boten. Die nächste Herausforderung ist, dies zum Standard zu machen und nicht zur Ausnahme.»

Hongkong Chinas Trainer Jevon Groves zeigte sich enttäuscht: «Offensichtlich sind wir von der Niederlage enttäuscht. Die Jungs wirkten ziemlich müde. Es war eine ziemlich harte Kampagne für sie, und ich glaube, der Kontaktbereich war wohl der Unterschied.

Die Japaner waren dort einfach etwas besser, sie hatten ein paar glückliche Bounces nach den Anspielen, und ich denke, es war eine Anhäufung von Dingen. Es war eine harte Kampagne.

Ich finde es gut für uns, dass wir auf diese Art verloren haben. Das wird uns dazu bringen, über unser Spiel nachzudenken und tiefer zu überlegen, wie wir besser werden können.

Wir brauchen jetzt eine Woche Pause, dann formieren wir uns neu und bereiten uns auf den Challenger [SVNS 3] vor. Das wird eine spannende Perspektive und eine Chance für andere Jungs, einen Schritt nach vorne zu machen und zu wachsen, was für die Tiefe des Programms aufregend ist.»

Thailand mit historischem Ergebnis, Abstiege in die Trophy Series

China schlug Thailand im Spiel um Platz drei der Männer mit 21:12. Für die Thailänder war es dennoch eine starke Kampagne: Ihr vierter Gesamtrang ist die beste Platzierung ihrer Geschichte.

Die Frauenteams aus Iran und Sri Lanka sowie die Männerteams aus Usbekistan und Indien belegten in ihren Tabellen die letzten beiden Plätze und steigen in die Trophy Series ab.

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