Jake White, der Trainer, der Südafrika 2007 zum Weltmeistertitel führte, übernimmt die Leitung der Fidschi-Nationalmannschaft für das nächstjährige Männer-Turnier in Australien. Die Fiji Rugby Union (FRU) gab die Verpflichtung am Dienstag bekannt. White setzte sich gegen ein starkes Bewerberfeld durch, zu dem auch Warren Gatland und Shaun Edwards gehörten.
White ersetzt Senirusi Seruvakula, der im April interimistisch zum Trainer ernannt worden war. Seruvakula betreute die Flying Fijians bei den Tests im Juli sowie im vergangenen Monat beim Pacific Nations Cup 2026.
White trainierte Südafrika von 2004 bis 2007. Mit den ACT Brumbies erreichte er 2013 den Super-Rugby-Final. International sammelte er Erfahrung als technischer Berater von Tonga im Jahr 2014. Zudem war er in Frankreich und Japan als Trainer tätig.
„Es ist eine unglaubliche Ehre, die Flying Fijians anführen zu dürfen. Fidschi hat einen besonderen Platz im Weltrugby. Es gibt nur wenige Nationen, in denen dieser Sport den Menschen so viel bedeutet und in denen die Spieler so aussergewöhnliches natürliches Talent, Mut und Leidenschaft auf den Platz bringen“, sagte White in einer Mitteilung.
„Nachdem ich auf höchstem Niveau trainiert habe, auch an einer Rugby-Weltmeisterschaft, verstehe ich, was Vorbereitung, Disziplin, Glaube und kollektives Engagement erfordern, um gegen die besten Teams der Welt zu bestehen.
Was mich an Fidschi am meisten begeistert, ist das Potenzial. Dies ist eine Nation, die bereits gezeigt hat, dass sie die grossen Rugby-Mächte der Welt herausfordern kann. Meine Aufgabe ist es, mit den Spielern, Trainern und allen Beteiligten im Fidschi-Rugby zusammenzuarbeiten, auf diesem Fundament aufzubauen und das Potenzial in konstante Leistungen umzuwandeln.
Ich komme nicht nach Fidschi, um zu verändern, was das fidschianische Rugby besonders macht. Ich möchte diese Identität schützen, stärken und mit Strukturen, Disziplin und Siegermentalität verbinden, damit diese Spieler ihr Talent auf der grössten Bühne zeigen können.
Unsere Reise beginnt sofort mit dem historischen Test gegen Japan, gefolgt von wichtigen Herausforderungen gegen Frankreich, Irland und Italien im November. Jedes dieser Spiele ist eine Gelegenheit zu lernen, uns zu verbessern und die Standards zu etablieren, die wir auf dem Weg zur Rugby-Weltmeisterschaft 2027 brauchen.
Ich weiss, was der Gewinn einer Rugby-Weltmeisterschaft für ein Land bedeutet. Ich habe gesehen, wie er eine Nation vereinen und Generationen inspirieren kann.
Das Talent ist da. Die Leidenschaft ist da. Jetzt müssen wir die Arbeit investieren, um etwas wirklich Besonderes aufzubauen.“
Die Weltmeisterschaft beginnt am 1. Oktober. Fidschi trifft in der Gruppe auf Spanien, Kanada und Argentinien. Das Team will sich gegenüber dem Viertelfinal-Auftritt von 2023 in Frankreich verbessern, als ein historischer Sieg gegen die Wallabies gelang.
Der 62-jährige White trifft im September zudem auf seine ehemalige Mannschaft. Dann bestreitet Fidschi auf der NSW Central Coast ein Vorbereitungsspiel gegen Südafrika, das im Hinblick auf einen dritten WM-Titel in Folge antritt.